Akupressur: Wie bei der Akupunktur mit Nadeln werden Punkte auf den Meridianen (Leitbahnen) des Körpers stimuliert oder sediert – hier mit Fingern, Ellbogen, Stäben usw. – um den harmonischen Qi-Fluss zu gewährleisten bzw. wieder herzu-stellen. Es werden verschiedenste Krankheitsmuster behandelt.

 

Tui Na / An Mo Massage: Einfach und wirkungsvoll, macht diese Massage gestaute Meridiane durchgängig, regt Blut– und Energiezirkulation an, lockert verkrampfte Muskeln und steife Gelenke, steigert Vitalität und Widerstandskraft gegen Krank-heiten. Sie ist besonders hilfreich bei akuten und chronischen Rücken-/Nackenverspannungen, Ischias, Rheumatismus und Arthritis und vielen anderen Beschwerden.

 

Moxibustion/Moxa: „Brennendes Kraut“ (Beifuss, Artemisia vulgaris) wird in Form von Rollen oder lose, direkt oder indirekt, auf den Akupunkten der Haut angewandt. Die heilende Wirkung durchdringt die Haut und wirkt auf den darunterliegenden Meridian sowie die zugeordneten Organe. Moxa kann u.a. bei chronischen Schmerzen, Menstruationsbeschwerden, Durchfall, Blutungen, Ödemen usw. eingesetzt werden.

 

Schröpfen: Schröpfgläser aus Bambus oder (Plexi-) Glas werden zur Ausleitung von Erkältungs-/Grippebeschwerden, Schmerzen, Blutergüssen usw. angewandt. Mittels Feuer oder Pumpe wird ein Vakuum erzeugt und das Glas auf Schmerz– oder Akupunkte gesetzt. Die 15-20minütige Behandlung regt auch die Blutzirkulation und die Mobilisierung der Widerstandskräfte an.

 

Gua Sha (Hautschaben): Mit einem „Kamm“ oder einem löffel-ähnlichen Gegenstand wird mit Druck über die Haut gestrichen bis sich die Haut hell– bis dunkelrot färbt. Anwendung ähnlich wie beim Schröpfen, um „Füllezustände“ aller Art zu beheben.

 

Kräuterpackungen: Die selben Pflanzen, die auch für die innerliche Anwendung als Teekur verabreicht werden, können zermahlen und bei Bedarf trocken oder nass, warm oder kalt, mit oder ohne Zwischenlage, auf verletzte Stellen aufgetragen werden, um dort ihre heilende Wirkung zu entfalten.

Chinesische Therapien