Seit mehr als 5000 Jahren ausgeübt, ist die Chinesische Naturheilkunde das älteste und umfassendste System, dominiert vom kosmischen Element. Die Chinesen betrachten den menschlichen Körper als einen Mikrokosmos, der in die grossen Zusammenhänge des Makrokosmos eingebettet ist.

 

Qi: Alle Formen des Lebens im Universum sind auf das Qi, die alles begründende Lebenskraft zurückzuführen. Es ist unsichtbar, körperlos, und durchdringt doch den ganzen Kosmos. Im menschlichen Körper zirkuliert es als Vital-/Lebensenergie.

 

Yin und Yang: Die Theorie davon liegt jedem Aspekt des chinesischen Lebens zugrunde. Das Gleichgewicht zwischen diesen beiden kosmischen Urkräften gilt im chinesischen Denken als Grundprinzip aller Erscheinungen in der Natur und aller Lebensvorgänge. Die Kräfte von Yin und Yang sind voneinander abhängig, die eine kann nicht ohne die andere existieren. Der ideale Zustand der Natur, daher auch der Gesundheit, ist dann gegeben, wenn sich die beiden in einem harmonischen Gleichgewicht befinden. Yin bedeutet „der schattige Abhang des Berges“, Yang bezieht sich demnach auf den „sonnenbeschienenen Abhang“. Wichtig ist das Prinzip des relativen Gleichgewichtes: Alles ist relativ, flexibel und wandelbar. Will man zwei Dinge als Yin bzw. Yang definieren, muss man stets einen Rahmen setzen und kann nur darin vergleichen. In anderem Zusammenhang können die selben Dinge die gegenteilige Polarität darstellen.

 

5 Wandlungsphasen: Jeder Vorgang in der Welt wird von einem der Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser bestimmt. Die ständige Wechselwirkung (Förderung bzw. Hemmung) dieser Symbole untereinander erklärt, in Ver-bindung mit Yin und Yang, alle Vorgänge und Veränderungen in der Natur. Jedem Element sind Organe (Funktionskreise), Jahreszeiten, Geschmacksrichtungen, Emontionen usw. zugeordnet, was u.a. zur Erstellung einer Diagnose dient.

 

Weitere Elemente einer umfassenden chinesischen Anamnese sind Puls– und Zungendiagnose sowie eine detaillierte Befragung des Patienten.

Chinesische Medizin